Dienstag, 24. Oktober 2006
Wir sind Unterschicht und Präkariat!
Ein paar Gedanken hier zu den in den letzten Tagen im kollektiven Bewußtsein geführten Diskussionen um die erschreckend große neue deutsche Unterschicht und ihren mangelnden Willen zum sozialen Aufstieg. Konotation: Aber bitte sprechen wir doch lieber nicht von Unterschicht sondern von Präkariat oder sonst Etwas.

Hier sei einmal Abgesehen von der Kontroverse darum, ob diese Unterschicht nun überhaupt eine Chance hat, sozial aufzusteigen.

Wohl aber will ich diesen sozialen Aufstieg etwas definieren. So halte ich es für konsensfähig, ihn als eine gesellschaftliche Position zu beschreiben, in der der Mensch in würde einer Arbeit nachgehen kann; einer Arbeit, die es ihm ermöglicht, von dem Einkommen seinen Lebensunterthalt zu bestreiten. Das heißt wiederum, er kann sich eine Wohnung leisten und darin eine Familie mit Kindern unterhalten und in einem gewissen Maße kulturell Anteil an dem gesellschaftlichen Leben nehmen. So haben seine Kinder die Möglichkeit einen Kindergarten zu besuchen, einen Schulabschluß zu erreichen und eine ihren Fähigkeit und Interessen entsprechende Berufsausbildung zu absolvieren; sie haben die Aussicht darauf mit diesem Beruf ihr Leben selbst zu bestellen.

Diese konsensfähige soziale Position ist schon ein hoch komplexes Gebilde. Es ist dies wie eine Nabelschnur der Menschheit, diese seit Jahrtausenden währende Kette aus Arbeit, Wohnung, Familie, Kinder, Schulung, Beruf und Arbeit.

Die Familie galt im kollektiven Bewußtsein bis vor ein paar Jahren einmal als der zentrale Pfeiler der Gesellschaft.

Ich meine, das hat sich heute geändert; das kollektive Bewußtsein hat nun den Arbeitsplatz an eine zentrale Stelle gehoben; die Politiker sagen heute, die Wirtschaft ist das Wichtigste; sie sagen, nur wenn es der Wirtschaft gut geht, schafft sie uns die Arbeitsplätze und so die Grundlagen zum Erhalt der Familie und des Staates.

Diese Werteverschiebung zur Marktwirtschaft hat dazu geführt, dass die Familie nun reduziert wurde auf den produktiven Menschen. Das heißt, um die höherwertigen Erfordernisse der Wirtschaft zu erfüllen, muß dieser Mensch nun vor allem flexibel sein, so flexibel, dass er sogar davon Abstand nimmt, von dem Einkommen seiner Arbeit leben zu können, von dem Einkommen die Bedürfnisse eine Familie befriedigen zu können.

Der produktive Mensch ist nun ein Wirtschaftsfaktor der Kosten verursacht. In fernen Ländern ist dieser Wirtschaftsfaktor billiger zu haben. Die Wirtschaft kauft sich diese billigere Produktivität. Sie geht mit ihren Produktionsstätten in diese Länder oder läßt dort produzieren.

Die Marktwirtschaft unterliegt ihren eigenen systemischen Gesetzen, als da sind die Wettbewerbsfähigkeit, die Gewinnmaximierung, die Eroberung von Märkten. Die Wirtschaft zahlt hier bei uns kaum noch Steuern, die Firmen sind heute so geschickt aufgestellt, dass sie Steuerzahlungen nahezu vollständig vermeiden können. Der Staat unterhält seine Kosten aus der Besteuerung der Arbeitnehmer; keine Arbeitnehmer, keine Steuern.

Der im so genannten neoliberalen Denken aufgestellte Staat ist also ein Staat, der vor allem mit seinen Produktivkräften handelt. Das heißt, um der Wirtschaft ein Angebot zu machen, dass sie nicht ausschlagen kann, muß der produktive Mensch in seinem Land zu maximaler Flexibilität und Leistung verpflichtet werden. Der Staat steht in der Konkurrenz mit China, er steht in Konkurrenz mit dem Rest der Welt. Vor allem Produktivkräfte die keine besonderen Fähigkeiten und Ausbildungen benötigen werden in den Billiglohnländern eingekauft. So werden elektronische Geräte in China von Frauen mit einem Monatslohn von 50 Dollar gefertigt. Sie arbeiten dabei mindestens 60 Stunden in der Woche und wenn es die Auftragslage erfordert auch an 7 Tagen; sie schlafen in großen Sälen mit 100 Betten, sie leben in einem bewachten und umzäunten Industrieareal für 200 000 Arbeitskräfte. Das ist das Agieren der freien Weltwirtschaft in einem neoliberal aufgestellten autoritären Staat. Telepolis Strammstehen für den iPod

Der Mensch ist nicht für die Arbeit da, die Arbeit ist für den Menschen da. Und ... Wettbewerb einmal sportlich betrachtet, war schon immer der faire Wettbewerb zwischen gleichen Gegnern; so im Boxkampf das Schwergewicht gegen das Schwergewicht. Das Handeln der Wirtschaft ist so gesehen nichts anderes als die Ausbeutung des Menschen bis auf sein Blut. Ein Staat, der sich der Wirtschaft andient, wird so zwangsläufig zum autoritären Unterdrücker seiner Menschen.

Es ist glaube ich klar geworden, das unser Staat die grundlegenden Bedürfnisse des Menschen aus den Augen verloren hat. Wer nicht hoch spezialisiert ist hat heute kaum noch eine Chance auf einen nicht staatlich substituierten Lebensunterhalt. Die, die Arbeit haben, werden in immer unmenschlichere Leistungsspiralen gepresst. Die Arbeit schenkt keine Befriedigung, keine Erfüllung mehr, sie wird oft nur noch als übelste Maloche empfunden, aus der die Minderleister rasch herausfliegen.

Unser ehemals als Soziale Marktwirtschaft platzierter Staat scheut noch davor zurück all die Überflüssigen auf die Strasse zum Betteln zu schicken. Jedoch, die ihm nur Kosten verursachenden Langzeitarbeitslosen kann er nicht in Ruhe lassen. Um die übermäßig angespannte Produktivität der arbeitenden Bevölkerung nicht abschlaffen zu lassen, wird das Schicksal des Arbeitslosen so hart als irgend gerade noch statthaft gestaltet; er wird entrechtet und entmündigt zu Frondiensten verurteilt und als ein im Grunde nur fauler Sozialbetrüger stigmatisiert; als einer, der nur keine Lust dazu hat seinen sozialen Aufstieg in die Hand zu nehmen.

Für mich hat solch eine Staatspositionierung die Legitimität verloren. Für mich hat solche Politik keine Vision, sie erscheint mir als inhuman, dumm, fantasie- und orientierungslos; ihr gegenwärtiges Bild in der Öffentlichkeit entspricht dem voll und ganz. Solche Politik hat meine Loyalität verwirkt. Für mich betreibt solche Politik den Ausverkauf der humanistischen Werte, sie ist der proaktive Götzendienst an Kapital und Marktwirtschaft; das biblische Schicksal dazu ist uns prophezeit.

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Geist und Materie
Zitat Kuder: Sich ins Materielle zu verlieben, oder es als absolute Wahrheit zu definieren, bedeutet also in letzter Konsequenz, dem Irrtum, oder "Satan" zu verfallen.

Ja Kuder, das klingt mir nachvollziehbar. Wobei ich einen gleichartigen Gedanken schon hinsichtlich der wissenschaftlich-technischen Zivilisation hege. Hier hat sich mir die Menschheit in die materielle Schöpfung verliebt oder vielleicht auch in sie hinein verkrochen ... aus Angst vor dem Erkennen ihrer viel mächtigeren wahren geistigen Natur.

Universell betrachtet ist diese Zielrichtung unserer Zivilisation oder Memesis, vielleicht auch als ein gewaltiger kollektiver karmischer Verdrängungsprozess zu erkennen.

Bedenke nur, mit welcher Vehemenz und Zwanghaftigkeit im Materiellen geforscht, produziert, konsumiert und bereichert wird; welche Panik in der Gesellschaft aufkommt, angesichts der Situation, nun nicht mehr genug Produktionsplätze für die Menschen zur Verfügung zu haben.

Natürlich ist den Regierenden klar, dass eine hohe Arbeitslosigkeit auch dazu führt, dass die Menschen anfangen zu denken, d.h. dass sie anfangen sich ihrer wahreren Natur bewußt zu werden und als geistige Wesen erwachen; als solche stellen sie nun fest, das ihr Leben nichts als ein lumpiger materieller Scherbenhaufen ist.

Das ist neben der atomaren Bedrohung vielleicht die größte Gefahr und Krise unserer Zivilisation überhaupt, dass die Menschen plötzlich zur Besinnung kommen könnten. Bei so Vielen gibt es ausser dem Produktivsein für den Lebensunterhalt und den Konsum, keinen tragfähigen Sinn im Leben ... keine geistige Orientierung die sie vor dem Absturz bewahrt.

Natürlich schreit eine geistig so unbefestigte Gesellschaft nach ihren Verführern.

Ich rekapituliere ... unser säkular aufgestellter Staat sieht seinen Lebenssinn und seine Existenzfähigkeit in der Hauptsache in der immerzu wachsenden industriellen Produktions- und Konsumgesellschaft.

Die geistige und religiöse Orientierung verfällt rapide. Der Mensch wird von den Medien in einer Wolke rationalistischer, intellektueller Konditionierung gehalten und darin je nach den Bedürfnissen der Machthabenden neutralisiert oder zielgerichtet manipuliert; gleichzeitig formt sich die Industrie den Menschen mit ihrer Werbepropaganda zum immer hippen Lifestylekonsumenten.

Diese Situation ist schon bedrohlich, wenn wir uns die Dynamiken vorstellen, die aufbrechen, wenn dieser gewaltige kollektive karmische Verdrängungszug ausgebremst wird oder gar zum Stehen kommt.

Die, die darin die Vorreiter waren, die die sich darauf am meisten eingelassen haben, wird es wohl auch am härtesten treffen.

Das Arbeiten, das Produktivsein ist nicht mehr möglich; das Konsumieren ist nicht mehr möglich; das alimentierte Leben auf niedrigstem Niveau ist vielleicht noch möglich.

Eine Zukunftsvision angesichts der anstehenden katastrophalen Problem zu skizzieren wäre wohl angebracht; ich versuche es hier einmal in aller Naivität.

Zurück zum einfachen Leben; die Besinnung auf die geistigen Werte des Lebens; die völlige Umstrukturierung des Wertesystems Deutschland und Europa hin zu einer nachhaltig wirtschaftenden humanistischen Kulturstaatengemeinschaft der Grundversorgung ... um noch ein wenig mit den Wortködern zu angel ... das postmaterialistische Leben im Zeitalter des Wassermann; ein großer Schritt hin zum Reich Gottes.

Die drohende Alternative sieht mir so aus. Die Menschheit hat sich in einem gewaltigen, über Jahrhunderte währenden Verdrängungsprozeß ganz tief in das Materielle verbissen. Aus unseren gescheiterten zwanghaften Liebesverhältnissen kennen wir das. Da sprengt sich solches ineinander Verbissensein immer in einer schmerzhaften Explosion der Gefühle.

Wir wissen, welche Energien darauf warten, unser zwanghaftes Liebesverhältnis zur Materie zu beenden.

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Mittwoch, 20. September 2006
Die Verleugnungsindustrie
George Monbiot deckt in seinem neuen Buch mit dem Titel "The denial industry" auf, dass es Institutionen gibt, die gezielt die Forschungsergebnisse zur globalen Erderwärmung konterkarieren. Sie tun dies durch Selektion und Förderung von widersprüchlichen Ergebnissen, denen sie in der Öffentlichkeit eine erhöhte Repräsentanz verschaffen.

Sie diskreditieren auch die ihnen ungelegen kommenden Forschungsberichte. Sie betreiben eine verdeckte Medienpolitik mit der Platzierung von Tendenzartikel um in der Bevölkerung und in der Politik klimapolitische Maßnahmen als nicht opportun erscheinen zu lassen.

Diese Undercover Dunkellobby beschreibt er auch als ein weit verzweigtes Netzwerk bestehend aus Finanzierungen bis in Universitäten hinein.

Diese Organisationen tarnen sich als unabhängige Institutionen und als Bürgerbewegungen. Neben der ›Kein Klimawandel‹ Politik betreiben sie auch eine Zuarbeit für Teile der Tabakindustrie. Hier versuchen sie aktuell die Forschungsergebnisse um die Schädlichkeit des Passivrauchens zu entkräften.

Als Finanzier der verdeckten Klimapolitik führt er den weltgrößten Mineralölkonzern ExxonMobil auf, für die Raucherpolitik benennt er Philip Morris. Eine Besprechung des Buches in Englischer Sprache findet sich im Guardian: The denial industry

Dies ist mir exemplarisch und ein Anstoß, sich einmal mehr darüber klar zu werden, dass Teile der Wirtschaft immer wieder solcherart Dunkellobbyismus betreiben um die öffentliche Meinung in ihre Interessenlage zu steuern.

Wenn ich überlege, auf welchen Gebieten dies wohl noch so laufen könnte, fällt mir spontan das Thema Elektrosmog und Handys ein; die Atomkraft wird wahrscheinlich wieder hoch kommen; die Wirtschaftsverbände in Deutschland sind ja schon länger als hoch aktive Undercover-Meinungsbildner gebrandmarkt.

Laut CorpWatch haben sich etwa 15 000 Lobbyisten in Brüssel eingerichtet. Business as usual!


Mehr Transparenz, müßte hier wohl die Forderung lauten; insbesondere die Offenlegung aller Finanzierung. Dies erscheint mir aber inzwischen alles als geradezu hoffnungslos.

Die Wirtschaft hat sich in großen Teilen eindeutig in die tief dunkle und abgründige Sphäre des Menschengeistes begeben; die Verantwortlichen und Mitläufer werden ihren gerechten Lohn ernten.

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Holzauge sei wachsam!
Es diskreditiert sich heute der eine Teil der Welt bedauerlicherweise selbst wieder als auf dem geistige Niveau von Strassenkindern befindlich.

Das heißt auch, er ist mit allen schmutzigen Wassern gewaschen. Solcher Mentalität gegenüber auch nur mit dem kleinsten Fingerzeig von Gutmenschentum einzuknicken halte ich für einen schweren Fehler.

Standhaft sein, sich unbeeindruckt zeigen, eine sich nicht provozieren lassende, unnachgiebige erzieherische Haltung, wie von der eines reiferen großen Bruders, ist mir hier wohl das adequate Verhalten.

Der Nebeneffekt ist natürlich, dass das Selbstbewußtsein der westliche Welt durch solch invantil bösartiges Verhalten in seiner Verantwortung und in dem Gewahrwerden seiner Überlegenheit enorm aufgewertet wird.

Wobei sich der Weite Westen natürlich in Teilen mit seiner amoralischen Weltpolitik auf ein beinahe gleichartig invantiles, abstandsloses Konfrontationsniveau begeben hat.

Ich bin im höchsten Maße misstrauisch gegenüber der sich nun so fulminant entwickelnden Polarisierung.

Ich frage mich, ob nicht der Weite Westen hier ein verdecktes strategisches Management der Medien betreibt.

Dass ihm an einer starken Polarisierung im Hinblick auf einen möglichen neuen Krieg sehr gelegen sein könnte klingt plausibel.

Vorsätzlich auf dazu gelegen kommende Äusserungen zu lauern und diese hoch zu puschen wäre durchaus denkbar.

Ja, bei genauerem Hinsehen, erscheint mir heute die strategische Kriegsvorbereitung mit einer verdeckten Medienbeeinflussung als das Allerwahrscheinlichste.

Leider sind wir solchen Medienstrategien gegenüber ziemlich hilflos ausgeliefert. Da kann die Devise nur heißen: Holzauge sei wachsam.

Ich finde es höchst bedauerlich; ich habe viele ausgesprochen feinsinnige, sensible, liebenswerte, intelligente Menschen moslemischen Glaubens kennen gelernt, die dem zur Zeit von den Medien transportierten häßlichen, dummen und aggressiven Bild vollkommen konträr waren. Das nun die, wie ich meine, größte Fraktion der guten, nicht radikalen Muslime mit dieser Minderheit über einen Kamm geschert wird, ist schlimm.

Telepolis Nur Schlechtes und Inhumanes

© ZEIT online Kommentare zu Persönliches Bedauern

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Sprache und Weltbild V 0.7
Liebe Leser, ich grüße Sie aus der recht klammen Luft der späten Nacht des flachen Nordens.

Sprache ist schon eine feine Sache. Wir kommunizieren uns damit nicht nur, dass wir gerade etwas kalte Füße haben, wir drücken damit auch unsere Liebe und Sorge zum Partner und zum Leben aus.

Auch versuchen wir uns mitzuteilen, wie wir die Welt verstehen; wir erzählen uns Weltbilder und Geschichten; wir konstruieren uns mit unserer Sprache meist unbewußt auch eine geistige Welt.

Wenn Du dies liest, dann denkst Du vielleicht ... aha so sieht der das also und dazu vielleicht auch noch ... ja, das klingt plausibel, das ist eingängig formuliert, das mache ich mir zu eigen.

Ein intelligenter, interessanter Sprachgebrauch ist also auch potentiell die Konstruktionsarbeit an einem kollektiven Bewußtsein.

Im Extrem kann diese Konstruktionsarbeit zu revolutionären und schlimmen Entwicklungen führen; Karl Marx mit seinem Kapital sei hier erwähnt und auch, dass der Entführer der jungen Frau Natascha Kampusch, einer Vermutung zufolge, durch das Szenario eines amerikanischen Psychothrillers zu solcher Tat angeregt wurde. Es liegt nun offen zutage, dass die US Regierung eine Manipulation der öffentlichen Meinung betreibt und durch die Vorspiegelung falscher Tatsachen Kriege begründet. Eine Studie belegt, wie die NDR-Produktion 'Sabine Christiansen' die Reformdiskussion systematisch beeinflusst.

Es ist natürlich keine neue Erkenntnis, dass dieses kollektive Bewußtsein eine ständige Arena für die Kämpfe der Interessen ist. Jede Partei will sich in das rechte Licht setzen.

Das rechte Licht ist immer noch das helle Licht; die Wahrheit, die Aufklärung, die Freiheit, der Frieden, Legitimität und Gleichberechtigung, das Recht, das Wohl für die Menschheit, der Sozialstaat, die Nächstenliebe, die Menschenwürde, die Verantwortung, die zukunftsträchtige Lösung von Problemen, das ökologische Verhalten, das Eingestehen und die Korrektur von Fehlern.

Das falsche Licht ist immer noch dass der Dunklen Mächte; das Unrecht, die Ungerechtigkeit, die Intoleranz, die Lüge, das egoistischen Verhalten, der Machtmissbrauch, die kurzsichtige Lösung, das Spiel mit den Ängsten, die Unterdrückung, die Manipulation, der Krieg und die Gewalt, das Anhäufen von Kapital, das sich der sozialen Verantwortung entzieht.

Für die Hauptakteure auf den Bühnen des kollektiven Bewußtsein, das sind die politischen Parteien und die Interessenvertretungen der Wirtschaft, gilt, dass sie allein schon ihre Präsenz auf diesen Bühnen als das Wichtigste erachten. Ihre Botschaften sind mittlerweile in ein professionelles Schauspiel der Manipulation verpackt. Ja, oft wird der Einzelne gar nicht gewahr, dass diese Präsentation auf der öffentlichen Bühne in Wahrheit die versteckte Interessenpolitik einer Lobbiistengruppe ist.

Die Öffentlichen Medien sind eigentlich zu einer transparenten, neutralen und ausgewogenen Berichterstattung verpflichte; in ihnen darf eigentlich keine versteckte oder offene Parteinahme stattfinden. Sie sollen idealerweise das neutrale Spiegelbild der öffentlichen Meinung sein und zu einer freien Meinungsbildung beitragen.

Dass diese anspruchsvolle Grundhaltung heute natürlich vollkommen durchlöchert erscheint sehen wohl die meisten Menschen so. Es ist ein bedauernswerter und schlimmer Zustand.

Hinzu kommt, das sich in der Handhabung der Medien, ob ihrer Variabilität, eine unendliche Bandbreite des manipulativen Gebrauchs zur Verfolgung von Interessen eröffnet; es beginnt schon allein mit der simplen Entscheidung, über ein Geschehen zu berichten oder nicht.

Sich dieser Problematiken der Medien bewußt, sollte jeder Mensch eigentlich eine sehr kritische und wachsame Haltung in ihrer Rezeption bewahren; die Medienkompetenz ist hier das Stichwort; darin lautet eine Regel, es ist schon ein Fehler nur die eine Zeitung zu lesen und eine andere, der Bürger befindet sich immer in einem Zustand der Konditionierung. Du entscheidest, mit was und wie du dich konditioniert; du bist letztendlich verantwortlich für dein Weltbild; das kann auf Fundamenten stehen oder auch auf Sand gebaut sein; hier aus dem Sand, der in die Augen gestreut wird.

Ich erinnere hier noch an die Worte Jesu in Matthäus 15,18: 'Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung.'

Aus dem zuvor Gesagten wird klar, dass der Mensch hier nicht der Einzelne, sondern die Gemeinschaft bedeutet. Jedes unbedachte, jedes schlechte, jedes unwahre Wort oder Bild kratzt an der Konstitution der Gesellschaft.

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