Mittwoch, 20. September 2006
Die Hure Babylon V 0.8
epiphanius, 15:40h
Ja, ich versuche mich hier an einer Standortbestimmung; so zu sagen, an einer kleinen Metaphysik des Globus.
Die Welt, wie schon in der Schöpfungsgeschichte, in Licht und Dunkelheit, in die Lichten Kräfte und in die Dunklen Mächte zu scheiden, erscheint mir auch jenseits eines Gottglaubens ein ganz eleganter Geistesschritt.
Die humanistischen Gesetze, angefangen von unseren 10 Geboten, bis zu unserem Grundgesetz, dienen abstrahiert betrachten dem Frieden, der Gerechtigkeit, der sozialen Verantwortung; sie sind die Platzhalter für Ethik, Moral, Freiheit und Menschenwürde und solcherart ganz klar als den lichten Kräften zuzuordnen.
In diesem Schema ist mir das Wirtschaftsleben des Menschen und seine immanenten Regulatorien, wie Marktgesetze, Wettbewerb und freier Handel von nachgeordneter Wertigkeit, also eine schon etwas dunklere Materie.
Heute sehe ich mich mit einer Welt konfrontiert, in der die Regulatoren des Wirtschaftslebens sich anschicken, die humanistischen Gesetze zu verwässern, also zu verdunkeln.
Die so genannte freie Marktwirtschaft agiert weitgehend enthemmt; sie beruft sich auf systemimmanente Zwänge; so die Globalisierung, die Konkurrenz am Weltmarkt, auf eine Notwendigkeit des kontinuierlichen Wirtschaftswachstums; auf die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen.
Mit diesen systemimmanenten Zwängen infiltriert und verändert sie die Politik der Regierungen und ihre Gesetzgebungen. Das Hauptmotiv der Wirtschaft jedoch wird regelmäßig verschwiegen, es ist das der Kapitalvermehrung.
Die Ursache ist die Gier des Menschen. Sie bedeutet, dass er mit dem Wirtschaften keine höheren Werte verfolgt, als die Mehrung seines Wohlstands, seines Reichtums und seiner Macht. Das ist die Anbetung eines Götzen, eines falschen Gottes. Dieses Marktwirtschaftliche System ursurpiert heute massiv das Gemeinwohl. Es schleicht sich ein in die Politik und verändert die Regeln des Gemeinwohls zugunsten seiner Interessen.
Die ursprünglichen Motoren des Wirtschaftens waren einmal die Sicherung von Nahrung, Kleidung und Wohnung.
Diese Motoren haben sich verwandelt. Die Wirtschaft ist heute nicht angetrieben vom Motiv der Grundversorgung des Menschen, sondern von der Mehrung des Kapitals.
Diese Kapitalvermehrung ist ein so starker Motor, dass er die Wirtschaftsräder immer schneller dreht.
Er verkehrt nun die Grundintention des Lebenserhalts und der Lebenssicherung in einen Lebensverbrauch.
Lebensverbrauch insofern, als er weltweit tiefgreifende Schäden am Ökosystem verursacht; insofern er die Grundversorgung in eine immer stärkere Überversorgung treibt; insofern er den Menschen in einen homo consumere verwandelt und in immer neuen Rationalisierungsschüben von immer weniger Menschen immer mehr Leistung verlangt.
In Deutschland haben wir heute genau diese Situation. Die Arbeitnehmer werde in immer größere Leistung gepreßt, die Arbeitslosen sind nun zu Eineurojobbern versklavt, denen, wenn sie nicht willig sind, sämtliche Lebensgrundlage entzogen wird.
Ich empfinde dieses Szenario als apokalyptisch und das biblische Wort von der Großen Hure Babylons drängt sich mir als eine durch nichts zu übertreffende Charakterisierung auf.
Diesen, die Lebenswelt dominierenden Kapitalismus, sehe ich als das Hurensystem, in dem sich jeder verkauft; ob nun seine Körperkraft oder seine Geisteskraft oder gar seine Geisteshaltung; beinahe alles ist heute käuflich; selbst der Humanismus betreibt seinen Ausverkauf.
Jeder, dessen Hauptlebensmotiv der Konsum, die Mehrung von Wohstand und Reichtum ist, hat Anteil an der großen Hure Babylon, an der Verfinsterung der Welt.
Gelderwerb als Lebenssinn ist Dummheit. Über dem Gelderwerb steht mir die sinnvolle Aufgabe, die Erfüllung in der Arbeit, die Freude an der Arbeit in einer Gemeinschaft, die Freude an der Arbeit für die Gemeinschaft.
Noch darüber ist mir der höchste Lebenssinn, mich Gott zuwenden zu können; nur er schenkt mir die wahre Freiheit; nur er macht mich frei von den ungerechtfertigten Erwartungen der Gesellschaft und von den illusionären Erwartungen und Vorstellungen des Ich an mich selbst; er erhebt mich über die dumpfe Welt des Lebens in niederen Instinkten; er zieht mich heraus aus der Welt des vegetativen Lebens; er läßt mich erkennen, dass das Leben mehr ist, als Gelderwerb, Konsum und Egoismus.
Es geht also heute nicht um ein anderes Wirtschafts- oder Politiksystem, sondern um die Herstellung des Primats der Politik; der humanistischen Politik; der Politik im Dienste des Menschen. Die Wirtschaft hat in der Politik nicht zu suchen. Die Wirtschaft muß sich unterordnen. Das ist alles und doch soviel wie der Kampf von Licht und Finsternis.
Wikipedia Babylon im Christentum
Die Welt, wie schon in der Schöpfungsgeschichte, in Licht und Dunkelheit, in die Lichten Kräfte und in die Dunklen Mächte zu scheiden, erscheint mir auch jenseits eines Gottglaubens ein ganz eleganter Geistesschritt.
Die humanistischen Gesetze, angefangen von unseren 10 Geboten, bis zu unserem Grundgesetz, dienen abstrahiert betrachten dem Frieden, der Gerechtigkeit, der sozialen Verantwortung; sie sind die Platzhalter für Ethik, Moral, Freiheit und Menschenwürde und solcherart ganz klar als den lichten Kräften zuzuordnen.
In diesem Schema ist mir das Wirtschaftsleben des Menschen und seine immanenten Regulatorien, wie Marktgesetze, Wettbewerb und freier Handel von nachgeordneter Wertigkeit, also eine schon etwas dunklere Materie.
Heute sehe ich mich mit einer Welt konfrontiert, in der die Regulatoren des Wirtschaftslebens sich anschicken, die humanistischen Gesetze zu verwässern, also zu verdunkeln.
Die so genannte freie Marktwirtschaft agiert weitgehend enthemmt; sie beruft sich auf systemimmanente Zwänge; so die Globalisierung, die Konkurrenz am Weltmarkt, auf eine Notwendigkeit des kontinuierlichen Wirtschaftswachstums; auf die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen.
Mit diesen systemimmanenten Zwängen infiltriert und verändert sie die Politik der Regierungen und ihre Gesetzgebungen. Das Hauptmotiv der Wirtschaft jedoch wird regelmäßig verschwiegen, es ist das der Kapitalvermehrung.
Die Ursache ist die Gier des Menschen. Sie bedeutet, dass er mit dem Wirtschaften keine höheren Werte verfolgt, als die Mehrung seines Wohlstands, seines Reichtums und seiner Macht. Das ist die Anbetung eines Götzen, eines falschen Gottes. Dieses Marktwirtschaftliche System ursurpiert heute massiv das Gemeinwohl. Es schleicht sich ein in die Politik und verändert die Regeln des Gemeinwohls zugunsten seiner Interessen.
Die ursprünglichen Motoren des Wirtschaftens waren einmal die Sicherung von Nahrung, Kleidung und Wohnung.
Diese Motoren haben sich verwandelt. Die Wirtschaft ist heute nicht angetrieben vom Motiv der Grundversorgung des Menschen, sondern von der Mehrung des Kapitals.
Diese Kapitalvermehrung ist ein so starker Motor, dass er die Wirtschaftsräder immer schneller dreht.
Er verkehrt nun die Grundintention des Lebenserhalts und der Lebenssicherung in einen Lebensverbrauch.
Lebensverbrauch insofern, als er weltweit tiefgreifende Schäden am Ökosystem verursacht; insofern er die Grundversorgung in eine immer stärkere Überversorgung treibt; insofern er den Menschen in einen homo consumere verwandelt und in immer neuen Rationalisierungsschüben von immer weniger Menschen immer mehr Leistung verlangt.
In Deutschland haben wir heute genau diese Situation. Die Arbeitnehmer werde in immer größere Leistung gepreßt, die Arbeitslosen sind nun zu Eineurojobbern versklavt, denen, wenn sie nicht willig sind, sämtliche Lebensgrundlage entzogen wird.
Ich empfinde dieses Szenario als apokalyptisch und das biblische Wort von der Großen Hure Babylons drängt sich mir als eine durch nichts zu übertreffende Charakterisierung auf.
Diesen, die Lebenswelt dominierenden Kapitalismus, sehe ich als das Hurensystem, in dem sich jeder verkauft; ob nun seine Körperkraft oder seine Geisteskraft oder gar seine Geisteshaltung; beinahe alles ist heute käuflich; selbst der Humanismus betreibt seinen Ausverkauf.
Jeder, dessen Hauptlebensmotiv der Konsum, die Mehrung von Wohstand und Reichtum ist, hat Anteil an der großen Hure Babylon, an der Verfinsterung der Welt.
Gelderwerb als Lebenssinn ist Dummheit. Über dem Gelderwerb steht mir die sinnvolle Aufgabe, die Erfüllung in der Arbeit, die Freude an der Arbeit in einer Gemeinschaft, die Freude an der Arbeit für die Gemeinschaft.
Noch darüber ist mir der höchste Lebenssinn, mich Gott zuwenden zu können; nur er schenkt mir die wahre Freiheit; nur er macht mich frei von den ungerechtfertigten Erwartungen der Gesellschaft und von den illusionären Erwartungen und Vorstellungen des Ich an mich selbst; er erhebt mich über die dumpfe Welt des Lebens in niederen Instinkten; er zieht mich heraus aus der Welt des vegetativen Lebens; er läßt mich erkennen, dass das Leben mehr ist, als Gelderwerb, Konsum und Egoismus.
Es geht also heute nicht um ein anderes Wirtschafts- oder Politiksystem, sondern um die Herstellung des Primats der Politik; der humanistischen Politik; der Politik im Dienste des Menschen. Die Wirtschaft hat in der Politik nicht zu suchen. Die Wirtschaft muß sich unterordnen. Das ist alles und doch soviel wie der Kampf von Licht und Finsternis.
Wikipedia Babylon im Christentum
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