Mittwoch, 20. September 2006
Was ist Gott? V 0.7
epiphanius, 15:23h
Ich möchte hier einmal sagen, dass es mir irrelevant erscheint über die Existenz von Gott zu diskutieren. Dazu gibt es ein ausuferndes Meer von Schriften und nicht endende Ströme von Diskussionen. Ich glaube, niemand kann tatsächlich sprachlich oder textuell von Gottes Existenz überzeugt werden; und falls doch, dann ist dieses Überzeugtsein wohl eher bedeutungslos. Wie es ja abertausende Menschen gibt, die zwar sagen und mitunter beteuern, sie glaubten an Gott, aber, sie haben keinerlei bewußten Anteil an einem Glaubensleben. Da ist Gott nichts anderes als ein sich Positionieren im Intellektaspekt des Menschen. Die von den Christen vielfach praktizierte Missionierung ist denn auch in meinem Verständnis eher ein intellektuelles Irritieren und Einfangen des Menschen durch Zuwendung und Liebe; mitunter aber auch durch Praktiken der psychologischen Manipulation.
Gott ist ein zentraler mythologischer Begriff, der das zur Sprache Bringen eines Lebenswelt- und Jenseitsverhältnisses ermöglicht; das nur verständlich wird, wenn man in die Gottnatur oder das Glaubensleben eingeht.
Diese Glaubensleben hat als ein Charakteristikum, dass es eine Lebenswelt ist, die jenseits des Intellekt lokalisiert ist, also dem intellektuellen Menschen erst erfahrbar wird, wenn er sich transzendiert; mit anderen Worten, wenn er seinen Intellekt ausschaltet oder zur Ruhe bringt, oder noch einmal anders gesprochen, wenn er sich und die Welt nicht mehr mit den Bildern seines Intellekt sieht und sich damit identifiziert.
Hier der Versucher einer Skizzierung des Essentiellen dieser Metaphysik, wie sie die Christen verstehen: Sie sehen sich darin als Kinder eines jenseits aller Vorstellungen omnipotenten Gottes. Gott ist in der Gemeinschaft seiner Kinder gegenwärtig. Sie sind des ewigen Lebens in seiner Liebe versichert; und haben Anteil an seinem Licht. Worum sie Gott bitten, das wird ihnen zuteil.
Gott ist ein zentraler mythologischer Begriff, der das zur Sprache Bringen eines Lebenswelt- und Jenseitsverhältnisses ermöglicht; das nur verständlich wird, wenn man in die Gottnatur oder das Glaubensleben eingeht.
Diese Glaubensleben hat als ein Charakteristikum, dass es eine Lebenswelt ist, die jenseits des Intellekt lokalisiert ist, also dem intellektuellen Menschen erst erfahrbar wird, wenn er sich transzendiert; mit anderen Worten, wenn er seinen Intellekt ausschaltet oder zur Ruhe bringt, oder noch einmal anders gesprochen, wenn er sich und die Welt nicht mehr mit den Bildern seines Intellekt sieht und sich damit identifiziert.
Hier der Versucher einer Skizzierung des Essentiellen dieser Metaphysik, wie sie die Christen verstehen: Sie sehen sich darin als Kinder eines jenseits aller Vorstellungen omnipotenten Gottes. Gott ist in der Gemeinschaft seiner Kinder gegenwärtig. Sie sind des ewigen Lebens in seiner Liebe versichert; und haben Anteil an seinem Licht. Worum sie Gott bitten, das wird ihnen zuteil.
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