Mittwoch, 20. September 2006
Mythologisierung
epiphanius, 15:22h
Möchte hier mit dem Ansatz einer These zum Nachdenken und zur Diskussion anregen.
Wir leben heute in einem Kollektivgeist der durch Intellektualismus, Liberalismus und Rationalismus geprägt ist. Unsere mythologische oder religiöse Sphäre erscheint mir darin als geradezu amputiert. Von einer ethischen oder moralischen Grundhaltung des Bürgers wird heute nicht mehr ausgegangen.
Die Folge ist ein Zwang dazu immer mehr Lebensbereiche per Gesetz zu reglementieren und zu überwachen.
Hier beißt sich mir die Katze in den Schwanz; der so behandelte Bürger hört in der Folge auch immer weniger auf sein Gewissen und handelt nun vielfach nach der Devise, "was nicht verboten ist, ist erlaubt". Ganz eklatant sichtbar ist mir solches Verhalten in vielen Bereichen der Wirtschaft; sie hat eine alles pervertierende Schrittmacherfunktion in diesem Sinne.
Es ist ein Circulus vitiosus, die Gesetzgebungen und die Sicherheitsvorkehrungen und Überwachungen in dieser Endlosspirale weiterzudrehen. Der mir einzige Ausweg liegt in der Respektierung und Förderung des mythologischen Kerns des Menschen; seine religiösen Gefühle, seine Werte, seine Moral, seine Ethik, sein Gewissen, seine Würde zu achten und deren Differenzierung zu fördern; sie im jungen Menschen zu entwickeln.
Auch die bemerkenswerte Hysterisierbarkeit unserer Gesellschaft ist meiner Meinung nach bedingt durch diese Abkehr von der mythologischen Sphäre. Der Mensch lebt ohne sie nicht mehr im Vertrauensleben, er findet keine Kraft und Geborgenheit mehr, alles um ihn herum wird zur potentiell unsicheren und feindlichen Welt.
Die Forderung lautet denn auch, dass wir zu einer radikalen Umkehr finden müssen; zu einer geistigen, ethischen und moralischen Erneuerung, zu einer aufgeklärten sozialen Remythologisierung des Menschen.
Das heißt, unser Alltagsbewußtsein darf nicht nur von würdelosen unehrlichen Politiktheatern, Wirtschaftskrimminalität, und der endlosen Thematisierung von Problematiken, Fehlentwicklungen, Zukunftsängsten und Unzulänglichkeiten dominiert sein, sondern da müssen auch beispielhafte Lösungen, Zukunftsvisionen, die gute Nachricht, das rechte Tun, das beispielhafte Verhalten thematisiert werden. Die als richtig erkannten Ziele und Wege müssen mythologisch aufgeladen und geschickt verkauft werden. Das mobilisiert und belebt den Menschen. Warum gibt es keine Propaganda für die positiven Aspekte eines Europa? Warum gibt es keine Propaganda für ein friedliches und legitimiertes Zusammenleben der Staaten auf der Welt? Warum gibt es keinen Propagandafilm für eine zukunftsträchtige Ressourcenwirtschaft, für ein ökologisches Verhältnis der Menscheit zum Planeten? Ohne diese Vermythologisierung fehlt dem Menschen die Kraft. Nur Sex und Crime, Angst und Problematik schwächt ihn.
Des Menschen Geist ist ein Produkt der Gemeinschaft in der er aufwächst und lebt. Wenn sich nun alle darin als unabhängige Egoisten begreifen und nach dem Motto, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, ihre Ellenbogen schärfen und gleichzeitig paranoid nach Sicherheit rufen, dann läuft da etwas ganz böse schief.
Dieser aufbrechende Konflikt zwischen der fundamental islamischen Welt und dem Westen ist mir in der Essenz, der Konflikt zwischen mythologisch geprägtem Bewußtsein versus rationalistisch und intellektuell geprägtem Bewußtsein. Letzteres ist aus der Sicht des Ersteren der entkernte Mensch.
Wir leben heute in einem Kollektivgeist der durch Intellektualismus, Liberalismus und Rationalismus geprägt ist. Unsere mythologische oder religiöse Sphäre erscheint mir darin als geradezu amputiert. Von einer ethischen oder moralischen Grundhaltung des Bürgers wird heute nicht mehr ausgegangen.
Die Folge ist ein Zwang dazu immer mehr Lebensbereiche per Gesetz zu reglementieren und zu überwachen.
Hier beißt sich mir die Katze in den Schwanz; der so behandelte Bürger hört in der Folge auch immer weniger auf sein Gewissen und handelt nun vielfach nach der Devise, "was nicht verboten ist, ist erlaubt". Ganz eklatant sichtbar ist mir solches Verhalten in vielen Bereichen der Wirtschaft; sie hat eine alles pervertierende Schrittmacherfunktion in diesem Sinne.
Es ist ein Circulus vitiosus, die Gesetzgebungen und die Sicherheitsvorkehrungen und Überwachungen in dieser Endlosspirale weiterzudrehen. Der mir einzige Ausweg liegt in der Respektierung und Förderung des mythologischen Kerns des Menschen; seine religiösen Gefühle, seine Werte, seine Moral, seine Ethik, sein Gewissen, seine Würde zu achten und deren Differenzierung zu fördern; sie im jungen Menschen zu entwickeln.
Auch die bemerkenswerte Hysterisierbarkeit unserer Gesellschaft ist meiner Meinung nach bedingt durch diese Abkehr von der mythologischen Sphäre. Der Mensch lebt ohne sie nicht mehr im Vertrauensleben, er findet keine Kraft und Geborgenheit mehr, alles um ihn herum wird zur potentiell unsicheren und feindlichen Welt.
Die Forderung lautet denn auch, dass wir zu einer radikalen Umkehr finden müssen; zu einer geistigen, ethischen und moralischen Erneuerung, zu einer aufgeklärten sozialen Remythologisierung des Menschen.
Das heißt, unser Alltagsbewußtsein darf nicht nur von würdelosen unehrlichen Politiktheatern, Wirtschaftskrimminalität, und der endlosen Thematisierung von Problematiken, Fehlentwicklungen, Zukunftsängsten und Unzulänglichkeiten dominiert sein, sondern da müssen auch beispielhafte Lösungen, Zukunftsvisionen, die gute Nachricht, das rechte Tun, das beispielhafte Verhalten thematisiert werden. Die als richtig erkannten Ziele und Wege müssen mythologisch aufgeladen und geschickt verkauft werden. Das mobilisiert und belebt den Menschen. Warum gibt es keine Propaganda für die positiven Aspekte eines Europa? Warum gibt es keine Propaganda für ein friedliches und legitimiertes Zusammenleben der Staaten auf der Welt? Warum gibt es keinen Propagandafilm für eine zukunftsträchtige Ressourcenwirtschaft, für ein ökologisches Verhältnis der Menscheit zum Planeten? Ohne diese Vermythologisierung fehlt dem Menschen die Kraft. Nur Sex und Crime, Angst und Problematik schwächt ihn.
Des Menschen Geist ist ein Produkt der Gemeinschaft in der er aufwächst und lebt. Wenn sich nun alle darin als unabhängige Egoisten begreifen und nach dem Motto, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, ihre Ellenbogen schärfen und gleichzeitig paranoid nach Sicherheit rufen, dann läuft da etwas ganz böse schief.
Dieser aufbrechende Konflikt zwischen der fundamental islamischen Welt und dem Westen ist mir in der Essenz, der Konflikt zwischen mythologisch geprägtem Bewußtsein versus rationalistisch und intellektuell geprägtem Bewußtsein. Letzteres ist aus der Sicht des Ersteren der entkernte Mensch.
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