Samstag, 2. September 2006
Großes Leben
Wir sind umgangssprachlich verstanden, mit einem freien Willen ausgestattet und mit der größten Intelligenz in der Schöpfung. Diese Intelligenz erlaubt uns das Differenzieren, z.B. in niedere Instinkte, egoistisches Verhalten, soziales Verhalten, Hass, Liebe, Gut und Böse, Pervers und Natürlich und so weiter.

Wir können die Folgen unseres Verhalten abschätzen; Fehlverhalten registrieren; von Gerechtigkeit und Liebe sprechen; von Gesetz und Ethik; vom Hypokratischen Eid ... Diesen intelligenten Willen nicht zum Wohl zu nutzen ist Selbstschädigung wie Fremdschädigung, im Extrem Tod oder Leben.

Die höhere Intelligenz denkt über sich hinaus. Sie erkennt auch, dass sie selbst ein Produkt des Aufwachsens in der Gemeinschaft, ein Produkt der Sozialisation in der Zivilisation ist. Das heißt, unser Geist ist essentiell ein Gemeinschaftsgeist, aus ihm heraus geboren.

Wer dies bejaht, ist Teil des großen Lebens, wer dies verneint und denkt, "nein, ich bin nur ich und etwas Besonderes, etwas getrennt Existentes, ich und meine Wünsche und Bedürfnisse stehen über Allem" der hat nicht mehr oder nur noch bedingt Anteil am großen Leben.

Unsere Religionsgründe sind mir im Grunde auch genau diese Feststellung. Sie stifteten die ersten Regeln des großen Gemeinschaftsgeistes und die Rituale der Bewußtmachung des Selben ... reduziert betrachtet zum Beispiel das Abendmahl, die Eucharistie und die Taufe.

Falls Dir das nachvollziehbar ist, liegt vielleicht auch der Schluss nicht ganz fern, das Politik ein Teil dieser großen Intelligenz, dieses größeren Lebens ist oder sein sollte.

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