Samstag, 2. September 2006
Heiligenverehrung
epiphanius, 21:47h
Worte hier zu der Heiligenverehrung an Bildnissen und Symbolen, wie sie in einigen Kirchen von Gläubigen auch mit der Hingabe des Küssens verbunden ist.
Als im weltlichem Leben aus der Mode gekommen, fällt mir dazu als Entsprechung nur noch eine Werbeanzeige ein, auf der ein junger Mann in frivoler Manier einen Fächer aus Geldscheinen küsst. Wer küßt außerhalb der katholischen oder orthodoxen Kirche noch welche Gegenstände? Ja, da wird vielleicht noch das Bild eines geliebten Menschen den Lippen zugeführt.
Werden außerhalb der Kirche noch andächtig Symbole oder Gegenstände verehrt ohne sie zu küssen? Nun, da sind wir mitten drin angekommen in unserer Zeit; der Mensch scheint einen immanenten Sinn dafür zu haben; da werden Geld, Auto, Image, Status, Uhren, Schmuck, Kleider, Computer, das Neue verehrt. Die Werbeindustrie ist der milliardenschwere Lude dieses Triebes.
Wenn ich in die Verehrung auch noch die medialen Repräsentationen der Schauspieler und Musiker einbeziehe, wird das Maß endgültig voll. Wir sprechen hier schon von Idolen, was ja in seinem sprachlichen Ursprung das Götzenbild heißt.
Wenn ich von der Annahme ausgehen, dass das Verehrungsangebot in den Kirchen der nahezu blinden Verehrungswut an Banalitäten in der Welt ein qualitativ höherwertiges und wichtigeres Gut entgegenstellt, so springt doch das enorme Ungleichgewicht der Präsenzen im Leben sofort ins Auge.
Es finden sich keine werbetechnisch optimierten, animierten multimedialen Ikonen in den Schaufenstern, im Fernsehen oder im Internet. Es finden sich kaum Filme religiösen Inhalts, deren Anstoß von einer Kirche ausgeht. Wiewohl die katholische Kirche in ihren herrlichen, mitunter gewaltigen Prunk- und Prachtbauten aus diesem Blickwinkel heraus zumindest für die Geschmäcker früherer Zeiten einmal ausgesprochen gut platziert gewesen sein musste. Aber, es gibt ja nun auch die Kirchengroßveranstaltungen; so zu sagen die Kirchenwoodstocks, auf denen auch ihre Symbolwelt verhandelt wird.
Ich möchte diese Art der Symbolverehrung in den Kirchen hier ein wenig unorthodox zurechtrücken; und zwar am Beispiel der Maria mit dem Jesuskinde.
Im Leben geht für mich von Mutter und Säugling eine ungeheure Ausstrahlung aus, ein Ergriffensein; sie sind mir von einer großen Gottesnähe, von Seiner Heiligkeit umhüllt, von Ihr beschützt und verklärt.
Ich meine, die Verehrung gebührt also nicht dem Erinnerungsbild an dieses Gotteserscheinen am Menschen sondern der konkreten Mutter mit ihrem Kinde; in dem eben auch Jesus als Erlöser aufscheint.
Darin das weltnahe Heil Gottes zu sehen und sie zu lieben und zu unterstützen und zu beschenken ... wie es ja auch natürlicherweise vielfach geschieht ... daran zu erinnern, das ist es, meine ich, was das Heiligenbild in der Kirche dem Menschen sein sollte.
Analoges gilt wohl für all die anderen Heiligen ... nicht das Bildnis ist zu verehren sondern es gilt das Symbolisierte, das Beispiel der verwirklichten Gottesnähe im Leben zu suchen.
Als im weltlichem Leben aus der Mode gekommen, fällt mir dazu als Entsprechung nur noch eine Werbeanzeige ein, auf der ein junger Mann in frivoler Manier einen Fächer aus Geldscheinen küsst. Wer küßt außerhalb der katholischen oder orthodoxen Kirche noch welche Gegenstände? Ja, da wird vielleicht noch das Bild eines geliebten Menschen den Lippen zugeführt.
Werden außerhalb der Kirche noch andächtig Symbole oder Gegenstände verehrt ohne sie zu küssen? Nun, da sind wir mitten drin angekommen in unserer Zeit; der Mensch scheint einen immanenten Sinn dafür zu haben; da werden Geld, Auto, Image, Status, Uhren, Schmuck, Kleider, Computer, das Neue verehrt. Die Werbeindustrie ist der milliardenschwere Lude dieses Triebes.
Wenn ich in die Verehrung auch noch die medialen Repräsentationen der Schauspieler und Musiker einbeziehe, wird das Maß endgültig voll. Wir sprechen hier schon von Idolen, was ja in seinem sprachlichen Ursprung das Götzenbild heißt.
Wenn ich von der Annahme ausgehen, dass das Verehrungsangebot in den Kirchen der nahezu blinden Verehrungswut an Banalitäten in der Welt ein qualitativ höherwertiges und wichtigeres Gut entgegenstellt, so springt doch das enorme Ungleichgewicht der Präsenzen im Leben sofort ins Auge.
Es finden sich keine werbetechnisch optimierten, animierten multimedialen Ikonen in den Schaufenstern, im Fernsehen oder im Internet. Es finden sich kaum Filme religiösen Inhalts, deren Anstoß von einer Kirche ausgeht. Wiewohl die katholische Kirche in ihren herrlichen, mitunter gewaltigen Prunk- und Prachtbauten aus diesem Blickwinkel heraus zumindest für die Geschmäcker früherer Zeiten einmal ausgesprochen gut platziert gewesen sein musste. Aber, es gibt ja nun auch die Kirchengroßveranstaltungen; so zu sagen die Kirchenwoodstocks, auf denen auch ihre Symbolwelt verhandelt wird.
Ich möchte diese Art der Symbolverehrung in den Kirchen hier ein wenig unorthodox zurechtrücken; und zwar am Beispiel der Maria mit dem Jesuskinde.
Im Leben geht für mich von Mutter und Säugling eine ungeheure Ausstrahlung aus, ein Ergriffensein; sie sind mir von einer großen Gottesnähe, von Seiner Heiligkeit umhüllt, von Ihr beschützt und verklärt.
Ich meine, die Verehrung gebührt also nicht dem Erinnerungsbild an dieses Gotteserscheinen am Menschen sondern der konkreten Mutter mit ihrem Kinde; in dem eben auch Jesus als Erlöser aufscheint.
Darin das weltnahe Heil Gottes zu sehen und sie zu lieben und zu unterstützen und zu beschenken ... wie es ja auch natürlicherweise vielfach geschieht ... daran zu erinnern, das ist es, meine ich, was das Heiligenbild in der Kirche dem Menschen sein sollte.
Analoges gilt wohl für all die anderen Heiligen ... nicht das Bildnis ist zu verehren sondern es gilt das Symbolisierte, das Beispiel der verwirklichten Gottesnähe im Leben zu suchen.
... comment