Samstag, 2. September 2006
Das Geistlich Arm
epiphanius, 21:46h
DIE BERGPREDIGT Kapitel 5,3: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
Dieses Wortkonstrukt des "geistlich arm" der Bibel finde ich schwer verständlich. Viele fragen sich unwillkürlich ob da nun die in ihrer geistigen Entwicklung Zurückgebliebenen gemeint sind. Ich denke ja, sicher auch; jedoch beginne ich dieses „geistlich arm“ nun zunehmend folgendermassen zu verstehen ...
Und zwar als eine Demutshaltung, die bedeutet, ich identifiziere mich nicht mit meinen intellektuellen Fähigkeiten, sondern begreife sie als ein Geschenk, als eine temporäre Gnade. Die Seligkeit ist der gestillte Intellekt, das Schweigen und zur Ruhe kommen des weltlichen Denkens. Diese Stille ist Demut, Gnade, Jenseits, die Gottesnähe; das sich anlegen lassen der himmlischen Kleider; die Heiligung des Geistes, das sich zum Gefäß machen für die Inspiration. Sie mag insofern eine aktive Handlung sein, als ich mich ihr hingeben kann; in der Stillen Zeit, in der Meditation, im Gebet, im Sabbat, im Fasten, in einer Zeit des Nicht Handeln oder einer Pilgerfahrt.
Wer dies nicht beachtet, kann sich noch so vielen intelligenten Büchern widmen, er wird sich damit jedoch nur immer schwerer belasten und nicht mehr als weltliche Weisheiten erlangen.
Glauben ist mir in diesem Verständnis weniger die verbale Aussage, „ja, ich glaube an Gott“, sondern, das Glaubenswerk. Es ist seiner Natur nach wohl immer ein Handeln, das den Rahmen des weltlichen Denkens überschreitet. Zum Beispiel darin, etwas zu tun, was im alltäglichen Leben als nicht abgesichert und so mit persönlichem Risiko verbunden ist ... oder auch ein großes Opfer bedeutet ... dies zu tun, weil ich es als meine Gewissenforderung, als einen inneren Ruf oder als die ethische Entscheidung erachte.
Der Feigenbaum ohne Früchte ist mir am ehesten noch ein Gleichnis für den Menschen, der keine Glaubenswerke vollbringt.
Ich kann mich an eine sehr lebendige, improvisierte Bibellektion im Gemeinschaftsraum des Jaffa Hostel im alten Jerusalem erinnern. Ric, der Referent, war ein messianischer Jude aus Südamerika. Er erzählte unter Anderem, er habe in seinen Schriftstudien herausgefunden, dass das Holz des Feigenbaumes einstmals für den Altar benutzt wurde.
Wäre es nicht ein wunderschönes Bild, die Gaben auf dem Altar Gottes im Menschen, als aus seinen Glaubenswerken bestehend zu begreifen?
Dieses Wortkonstrukt des "geistlich arm" der Bibel finde ich schwer verständlich. Viele fragen sich unwillkürlich ob da nun die in ihrer geistigen Entwicklung Zurückgebliebenen gemeint sind. Ich denke ja, sicher auch; jedoch beginne ich dieses „geistlich arm“ nun zunehmend folgendermassen zu verstehen ...
Und zwar als eine Demutshaltung, die bedeutet, ich identifiziere mich nicht mit meinen intellektuellen Fähigkeiten, sondern begreife sie als ein Geschenk, als eine temporäre Gnade. Die Seligkeit ist der gestillte Intellekt, das Schweigen und zur Ruhe kommen des weltlichen Denkens. Diese Stille ist Demut, Gnade, Jenseits, die Gottesnähe; das sich anlegen lassen der himmlischen Kleider; die Heiligung des Geistes, das sich zum Gefäß machen für die Inspiration. Sie mag insofern eine aktive Handlung sein, als ich mich ihr hingeben kann; in der Stillen Zeit, in der Meditation, im Gebet, im Sabbat, im Fasten, in einer Zeit des Nicht Handeln oder einer Pilgerfahrt.
Wer dies nicht beachtet, kann sich noch so vielen intelligenten Büchern widmen, er wird sich damit jedoch nur immer schwerer belasten und nicht mehr als weltliche Weisheiten erlangen.
Glauben ist mir in diesem Verständnis weniger die verbale Aussage, „ja, ich glaube an Gott“, sondern, das Glaubenswerk. Es ist seiner Natur nach wohl immer ein Handeln, das den Rahmen des weltlichen Denkens überschreitet. Zum Beispiel darin, etwas zu tun, was im alltäglichen Leben als nicht abgesichert und so mit persönlichem Risiko verbunden ist ... oder auch ein großes Opfer bedeutet ... dies zu tun, weil ich es als meine Gewissenforderung, als einen inneren Ruf oder als die ethische Entscheidung erachte.
Der Feigenbaum ohne Früchte ist mir am ehesten noch ein Gleichnis für den Menschen, der keine Glaubenswerke vollbringt.
Ich kann mich an eine sehr lebendige, improvisierte Bibellektion im Gemeinschaftsraum des Jaffa Hostel im alten Jerusalem erinnern. Ric, der Referent, war ein messianischer Jude aus Südamerika. Er erzählte unter Anderem, er habe in seinen Schriftstudien herausgefunden, dass das Holz des Feigenbaumes einstmals für den Altar benutzt wurde.
Wäre es nicht ein wunderschönes Bild, die Gaben auf dem Altar Gottes im Menschen, als aus seinen Glaubenswerken bestehend zu begreifen?
... comment